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Ophiostoma novo-ulmi

Kein belegter Trivialname

Ophiostoma novo-ulmi ist einer der Hauptverursacher des Ulmensterbens, einer der folgenreichsten Baumkrankheiten der Neuzeit, neben Ophiostoma ulmi und Ophiostoma himal-ulmi. Der Pilz gehört zur Klasse der Sordariomycetes innerhalb der Schlauchpilze (Ascomycota) und wird der Familie Ceratocystidaceae aus der Ordnung Microascales zugeordnet.

Damit steht diese Art im Zentrum eines der bekanntesten Beispiele dafür, wie ein einzelner Pilz das Erscheinungsbild ganzer Landschaften verändern kann, indem er einen einst weit verbreiteten Baum aus Städten und Wäldern verdrängt.

Fruchtkörper und Bestimmung

Ophiostoma novo-ulmi ist ein Schlauchpilz, dessen Erscheinungsbild eng mit seiner Lebensweise unter der Rinde befallener Ulmen verknüpft ist. Als Vertreter der Schlauchpilze bildet die Art mikroskopisch kleine Strukturen aus, die sich deutlich von den auffälligen Fruchtkörpern vieler anderer Pilze unterscheiden.

Eine sichere Bestimmung im Freiland ist bei dieser Art kaum möglich, da die entscheidenden Merkmale erst unter dem Mikroskop erkennbar werden.

Verbreitung und Lebensraum

Ophiostoma novo-ulmi wurde durch Vorkommensmeldungen über das gesamte Jahr hinweg dokumentiert, wobei solche Daten lediglich Beobachtungen der Anwesenheit darstellen und weder auf die Häufigkeit noch auf das vollständige Verbreitungsgebiet schließen lassen. Die monatlichen Meldezahlen zeigen über das Jahr hinweg Schwankungen mit einem Anstieg in den Sommermonaten, insbesondere von Juni bis August, was auf eine verstärkte Präsenz oder bessere Nachweisbarkeit des Pilzes in dieser Zeit hindeuten könnte. In den Wintermonaten, etwa im Dezember, fallen die Meldungen dagegen geringer aus.

Da der Pilz eng an seinen Wirt, die Ulme, gebunden ist, folgt sein dokumentiertes Auftreten im Wesentlichen der Verbreitung von Ulmenbeständen in den betroffenen Regionen Europas und Nordamerikas.

Karte der dokumentierten Nachweise von Ophiostoma novo-ulmi
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
726
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Wissenswertes

  1. Gegen die Ausbreitung der durch Ophiostoma novo-ulmi verursachten Krankheit haben viele Gemeinden kulturelle Praktiken entwickelt, etwa Sanitationsmaßnahmen, den Verzicht auf Ulmen-Monokulturen und das gezielte Durchtrennen von Wurzelverwachsungen zwischen benachbarten Ulmen.
  2. Verwandte Arten der Gattung Ophiostoma können sich asexuell vermehren, indem sie in der Rinde und den oberen Schichten abgestorbenen Holzes überwintern.

Fotos

Fotos von by Johan Adler via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Klassifikation

Stamm
Ascomycota
Klasse
Sordariomycetes
Ordnung
Microascales
Familie
Ceratocystidaceae
Gattung
Ophiostoma
Art
Ophiostoma novo-ulmi

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract