Die Stumpfflügel-Graseule (Mythimna impura) reicht vom westlichen Irland über weite Teile Eurasiens bis nach Japan. Der Nachtfalter gehört zur Familie der Eulenfalter (Noctuidae) und wurde 1808 von Jacob Hübner beschrieben.
In Europa kommt die Art vom Polarkreis bis nach Spanien und Italien vor, außerdem in den nördlichen Regionen Griechenlands. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst zudem den Kaukasus, die Türkei, Syrien, Kasachstan, Russland, Sibirien und die Mongolei.
Identifikation und Erscheinungsbild
Das wichtigste Merkmal sind die ockerfarbenen Vorderflügel mit rötlichem Ton. Die Adern, besonders die mittlere, sind heller und von feinen braunen Strichen gesäumt, die auch zwischen den Adern erscheinen.
Ein dunkler Schatten verläuft unterhalb der mittleren Ader, und am unteren Ende der Zelle sitzt ein schwarzer Fleck. Die äußere Punktreihe ist nur an den Adern 2 und 5 sichtbar. Die Hinterflügel sind matt grau.
Die Art zeigt mehrere Farbformen. Die Form dungana aus Turkestan und Tibet ist dunkler und bräunlicher, wobei die dunklen Striche verblassen. Bei transbaikalensis aus Transbaikalien ist der Vorderflügel rotbraun bestäubt und die Strichzeichnung fast verschwunden.
Die Form amurensis ist insgesamt dunkler, mit deutlicher hervortretenden weißen Adern und dunklen Zeichnungen. Exemplare der Form fuscipennis aus Kalabrien und den Hautes-Alpes sind kleiner als die typische Form, und ihre Hinterflügel sind schwärzlich braun.
Verbreitung und Lebensraum
Die Stumpfflügel-Graseule ist im größten Teil der paläarktischen Region verbreitet. In Europa reicht ihr Vorkommen vom Polarkreis bis nach Spanien und Italien, im Süden auch in den nördlichen Teil Griechenlands.
Zu ihren Lebensräumen zählen Steppen, Flusstäler und Seeufer. Die Art bevorzugt feuchte bis mäßig feuchte Standorte.
Im Jahresverlauf treten Nachweise am häufigsten im Sommer auf, mit einem deutlichen Höhepunkt im Juli. Die Häufung beschreibt die Aktivitätszeit der Falter und nicht die tatsächliche Häufigkeit der Population.

Ernährung und Nahrung
Die Raupen der Stumpfflügel-Graseule fressen überwiegend Gräser. Zu ihrer Nahrung gehören Süßgräser wie das Knäuelgras (Dactylis glomerata), der Glatthafer (Arrhenatherum elatius) und das Pfeifengras (Molinia caerulea).
Daneben nutzen die Raupen weitere Gräser und Riedgräser, etwa das Schilf (Phragmites australis), das Landreitgras (Calamagrostis epigejos) und die Scharfe Segge (Carex acuta). Auch die Rasenschmiele (Deschampsia cespitosa) gehört zu den regelmäßig genutzten Pflanzen.
Zusätzlich wird der Sommerflieder (Buddleja davidii) als Nahrungspflanze genannt. Die Grasarten dominieren die Speisepläne der Raupen deutlich.
Wissenswertes
- Die Art wurde bereits 1808 von Jacob Hübner beschrieben und trägt seitdem den Namen Mythimna impura.
- Die Form fuscipennis, die in Kalabrien und den Hautes-Alpes vorkommt, ist kleiner als die typische Form und hat fast schwärzliche Hinterflügel.
- Die Form amurensis ist insgesamt dunkler als die Stammform und zeigt deutlichere weiße Adern.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Lebensraum
Ernährung
- Pflanzenfresser
Klassifikation
- Stamm
- Arthropoda
- Klasse
- Insecta
- Ordnung
- Lepidoptera
- Familie
- Noctuidae
- Gattung
- Mythimna
- Art
- Mythimna impura



