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Amerikanische Wasseramsel

Cinclus mexicanus

Nicht gefährdet

Die einzige Singvogelart Nordamerikas, die wirklich im Wasser lebt, ist Cinclus mexicanus. Sie bewohnt die Gebirge des Kontinents von Alaska bis Panama und hält sich dabei fast immer in der Nähe von Fließgewässern auf.

Die Art gehört zur Familie der Zaunkönige und Wasseramseln, den Cinclidae. Sie wiegt im Schnitt und kann bis zu alt werden. Nach der IUCN-Roten-Liste gilt sie als nicht gefährdet.

Identifikation und Erscheinungsbild

Am sichersten erkennt man die Art an den weißen Federn auf den Augenlidern, die beim Blinzeln die Augen aufblitzen lassen. Ansonsten wirkt der Vogel gedrungen und grau, der Kopf ist manchmal leicht braun getönt.

Er wird etwa 16,5 cm lang und erreicht eine Flügelspannweite von 23 cm. Der kurze Schwanz und der kräftige Körperbau passen zu einem Leben am Wasser.

Ähnlich sieht die europäische Weißkehl-Wasseramsel (Cinclus cinclus) aus, die in ihrer Lebensweise der Amerikanischen Wasseramsel sehr ähnlich ist.

Verbreitung und Lebensraum

Die Art lebt im Gebirge Nordamerikas von Alaska bis Panama und in Mexiko. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst etwa . Sie bleibt meist das ganze Jahr im selben Gebiet und zieht nur dann in tiefere Lagen, wenn Nahrung oder eisfreies Wasser fehlen.

Bevorzugt werden schnell fließende, klare und kalte Dauergewässer mit großen Felsblöcken, tosenden Wasserfällen und steilen Felswänden. Dort finden die Vögel geschützte Nistplätze, oft direkt hinter oder unter Wasserfällen. Auch Wasserdurchlässe, Brücken und kleine Staudämme nutzen sie als Nistplätze.

In den Gebirgen reicht das Vorkommen von Meereshöhe an der zentralen und nördlichen Küste bis über 2.700 m in der zentralen Sierra Nevada. In den White Mountains Kaliforniens erreicht es etwa 3.050 m, einzelne Umherstreifende steigen über 3.650 m.

Wo Bäche in klare Seen oder Teiche münden, sucht die Art oft auch an deren Ufern nach Nahrung. Die Wasseramsel gilt als Anzeiger für gute Wasserqualität. Aus manchen Gebieten ist sie durch Verschmutzung oder einen erhöhten Schlammeintrag in die Bäche verschwunden.

Karte der dokumentierten Nachweise von Cinclus mexicanus
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
30.250
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Verhalten und Lebensweise

Die Vögel suchen ihre Nahrung im und am Wasser. Sie stürzen sich häufig ins Wasser oder laufen auf dem Grund des Baches entlang, um ihre Beute zu fangen. Dabei können sie bis zu 6 m tief tauchen.

Ein Brutpaar verteidigt ein langgestrecktes Revier entlang des Baches. Eindringende Artgenossen werden von den Partnern verjagt. Die Vögel wippen dabei ständig mit dem ganzen Körper auf und ab, was ihrem Namen den Ursprung gibt.

Die Art ist standorttreu und bleibt meist in ihrem Revier, auch im Winter, sofern das Wasser nicht zufriert.

Kommunikation

Die Art verständigt sich über akustische, optische, taktile und chemische Signale. Der Gesang gehört zum Balzritual, bei dem das Männchen vor dem Weibchen singt.

Beim Balzritual streckt das Männchen den Hals nach oben, hält den Schnabel senkrecht und spreizt die Flügel leicht. Stimmt der Gesang, berühren sich Brust an Brust.

Ernährung und Nahrung

Die Amerikanische Wasseramsel ernährt sich vor allem von wirbellosen Wassertieren, besonders von Insektenlarven. Auch sehr kleine Fische stehen auf dem Speiseplan.

Gelegentlich nehmen die Vögel auch kleine Wasserpflanzen auf. Als Fleischfresser im Wasser passt sich die Art dem Angebot an Beutetieren im jeweiligen Bach an.

Nestbau und Brut

Das Balzritual besteht aus dem Recken des Halses, dem senkrechten Schnabel und dem Vorführen vor dem Weibchen. Stimmt der Gesang, singen beide gemeinsam, bis sich ihre Brüste berühren.

Das Nest ist kugelförmig mit einem seitlichen Eingang und steht nahe am Wasser, etwa auf einem Felsvorsprung, an einem Flussufer, hinter einem Wasserfall oder unter einer Brücke. Das Gelege umfasst meist zwei bis vier weiße Eier. Nur das Weibchen brütet, die Eier schlüpfen nach etwa 15 bis 17 Tagen.

Das Männchen hilft bei der Fütterung. Die Jungen werden etwa 20 bis 25 Tage lang im Nest versorgt, bis sie flügge sind. Die Art kann bis zu alt werden.

Bestand und ökologische Rolle

Die Art ist innerhalb ihres Verbreitungsgebiets verbreitet und besiedelt zahlreiche Gebirgsbäche. Sie nimmt eine wichtige Rolle als Anzeiger für sauberes Wasser ein.

Von ihren Parasiten sind Bandwürmer, Saugwürmer und Kratzerwürmer am häufigsten. Gelegentlich fallen Vögel räuberischen Fischen wie Bachforellen oder Dolly-Varden-Forellen zum Opfer.

Schutz und Bedrohungen

Die IUCN stuft die Art als nicht gefährdet ein. Die Bestände gelten damit nicht als bedroht.

Für die Vögel sind vor allem Verschmutzung und ein erhöhter Schlammeintrag in die Bäche eine Gefahr. Der Schlamm verstopft den Gewässergrund, in dem die Tiere ihre Nahrung suchen.

Nicht gefährdet

Kulturelle Bedeutung

Der Name der Vogelart geht auf das rhythmische Auf- und Abwippen des Körpers zurück. Im Englischen trägt sie zudem die Bezeichnung „water ouzel“.

Wissenswertes

  1. Der Vogel wurde 1827 vom englischen Zoologen William Swainson beschrieben. Das Exemplar, das dafür diente, hatte der englische Naturforscher William Bullock in Mexiko gesammelt.
  2. Die Vögel waschen ihre Nahrung, bevor sie sie an die Jungen verfüttern.

Fotos

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Ökologie und Klassifikation

Ernährung

  • Fleischfresser

Verhalten

  • Einzelgänger
  • Territorial
  • Aquatisch

Klassifikation

Stamm
Chordata
Klasse
Aves
Ordnung
Passeriformes
Familie
Cinclidae
Gattung
Cinclus
Art
Cinclus mexicanus

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract
  5. Animal Diversity Web Animal habitat, behavior and diet
  6. AnAge Longevity
  7. AVONET Bird mass, habitat, migration, diet and range size
  8. GloBI What it eats, what eats it, parasites and pollinators
  9. HWML Parasite Collection