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Beutel-Stäubling

Lycoperdon excipuliforme

Der Beutel-Stäubling (Lycoperdon excipuliforme) gehört zu den großen Bovisten. Sein Fruchtkörper wird bis zu 15 Zentimeter breit und bis zu 25 Zentimeter hoch.

Die Art gehört zur Familie der Stäublinge (Lycoperdaceae) und ist in den nördlichen gemäßigten Zonen weit verbreitet. Sie findet sich häufig auf Weiden und auf sandigen Heiden.

Wer Pilze in Weiden und Heiden beobachtet, trifft auf diesen Bovist nicht selten. Seine Größe macht ihn zu einem der auffälligsten Stäublinge seines Lebensraums.

Fruchtkörper und Bestimmung

Wie alle Bovisten hat der Beutel-Stäubling einen gasteroiden Fruchtkörper. Die Sporen entstehen im Inneren und werden erst freigegeben, wenn der Fruchtkörper altert und austrocknet oder wenn er zerbricht.

Junge Fruchtkörper sind meist 6 bis 12 Zentimeter breit. Sie sind weiß oder blassgrau-braun gefärbt. Mit zunehmendem Alter werden sie größer und können bis 15 Zentimeter breit und 25 Zentimeter hoch werden.

Die Unterseite des Fruchtkörpers ist durch ein wurzelartiges Geflecht aus Hyphen, ein sogenanntes Rhizomorph, am Boden befestigt.

Verbreitung und Lebensraum

Der Beutel-Stäubling kommt in nördlichen gemäßigten Zonen weit verbreitet vor. Er wächst auf Weiden und sandigen Heiden.

Im Wald besiedelt er sowohl Nadel- als auch Laubwälder. Auch auf kurzem Grasland ist er zu finden.

Die Art wächst einzeln oder in kleinen Gruppen direkt im Boden. Ihre Fruchtkörper erscheinen von Spätsommer bis in den Herbst.

Funde häufen sich im Oktober, der Pilz ist in dieser Zeit am häufigsten anzutreffen.

Karte der dokumentierten Nachweise von Lycoperdon excipuliforme
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
9.330
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Nutzung und Kulturgeschichte

Über die Nutzung des Beutel-Stäublings (Lycoperdon excipuliforme) liegen in den vorliegenden Angaben keine gesicherten Hinweise vor.

Wissenswertes

  1. In Teilen Europas und Ostasiens gelten Bovisten in der Volkssage als Sinnbild für Magie und Verwandlung. Oft werden sie mit Waldgeistern und der mystischen Energie der Natur in Verbindung gebracht.

Fotos

Fotos von via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., by Jon Mortin via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Colleen Davis via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by David Sandler via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by ikelman via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Katrin Simon via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Анна Митрошенкова via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Алексей Логинов via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Scott via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Tim Parker via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Andrejus Gaidamavičius via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0. und by shadow_385 via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Agaricales
Familie
Lycoperdaceae
Gattung
Lycoperdon
Art
Lycoperdon excipuliforme

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract