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Binsenschneide

Cladium mariscus

Nicht gefährdet

Die Binsenschneide hat Blätter, die so scharf gezähnt sind, dass ihre Ernte früher als mühsame Arbeit galt und tiefe Schnittwunden verursachen konnte.

Cladium mariscus ist eine Blütenpflanze aus der Familie der Riedgräser (Cyperaceae). Im deutschen Sprachraum trägt sie den Namen Binsenschneide, im Englischen unter anderem Swamp Sawgrass. Die Art wächst in gemäßigten Gebieten Europas und Asiens, vor allem in basenreichen, sumpfigen Bereichen und an Seeufern.

Die Art gilt laut IUCN als nicht gefährdet. Ihr Vorkommen über große Teile Europas, Asiens und anderer Kontinente macht sie zu einer wichtigen Pflanze der Feuchtgebiete.

Identifikation und Erscheinungsbild

Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind die Blattränder: Sie sind hart und scharf gesägt. Die Pflanze wird bis etwa 2,5 Meter hoch und bildet dichte, hohe Bestände.

Die Blätter sind schmal und lang, mit rauen Kanten, die beim Berühren Schnittverletzungen verursachen können. Diese Eigenschaft macht die Binsenschneide von vielen anderen Riedgräsern gut unterscheidbar.

Verbreitung und Lebensraum

Die Binsenschneide kommt in gemäßigten Gebieten Europas und Asiens vor, außerdem in Nordafrika, im Süden der Vereinigten Staaten, in Mexiko und in der Karibik. Auch in Australien und im südwestlichen Pazifik ist sie heimisch.

Ihr Lebensraum sind basenreiche Moore, Sümpfe und Seeufer. Dort bildet sie oft dichte Bestände im feuchten Boden.

Außerhalb ihres natürlichen Areals wurde die Art unter anderem in Teilen Afrikas, auf Madagaskar, auf Mauritius und auf Hawaii eingeführt.

Beobachtungen häufen sich in den Sommermonaten, vor allem von Juni bis August.

Karte der dokumentierten Nachweise von Cladium mariscus
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
10.751
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Wachstum und Wuchsform

Die Binsenschneide ist eine ausdauernde Pflanze, die über viele Jahre am selben Standort wächst. Sie kann eine Wuchshöhe von etwa 2,5 Metern erreichen.

Ihre hohen Halme und die langen, scharf gezähnten Blätter prägen das Bild der Bestände in Mooren und an Ufern.

Ökologie und Wechselbeziehungen

Die Binsenschneide bietet verschiedenen Insekten Nahrung. Zu den regelmäßigen Fraßgästen gehören Heuschrecken wie Aiolopus thalassinus und Epacromius tergestinus, außerdem Blattkäfer wie Plateumaris rustica und der Zünsler Nascia cilialis.

Weitere Arten fressen gelegentlich an der Pflanze, darunter Wanzen wie Cymus aurescens und Käfer wie Limnobaris t-album. Diese Nutzung ist jedoch nicht typisch für die Art.

Nutzung und Bedeutung für den Menschen

Früher war die Binsenschneide ein wichtiger Baustoff für Reetdächer. Ihre Halme wurden dafür geerntet, wobei die scharfen Blattränder die Arbeit erschwerten.

Ein Fachartikel untersucht die Möglichkeit, dass neben der Nutzung der Blätter als Einstreu auch die Nüsschen als Nahrung gesammelt wurden. Auch die unterirdischen Speicherorgane und Nüsschen vieler Riedgrasarten werden bis heute gegessen.

Auf den Lucayen-Inseln ist keine medizinische Verwendung der Pflanze bekannt.

Wissenswertes

  1. Früher hieß die Pflanze auch Elch-Riedgras, ein Hinweis auf ihren älteren Namen.
  2. Die scharfen Blattränder können tiefe Schnittwunden verursachen, was die Ernte früher zu einer mühsamen Arbeit machte.
  3. Neben der Nutzung als Baumaterial wurden die Nüsschen möglicherweise als Nahrung gesammelt.
Nicht gefährdet

Fotos

Fotos von via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., by Flavien Saboureau via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by zebedeugalinha via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Augustin Soulard via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by 大澤風季 ohsawa_Fuki via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Tom Field via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Andrew Gibson via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0. und by Анна Митрошенкова via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Wuchsform

  • Grasartige Pflanze

Klassifikation

Stamm
Tracheophyta
Klasse
Liliopsida
Ordnung
Poales
Familie
Cyperaceae
Gattung
Cladium
Art
Cladium mariscus

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract
  5. Plants of the World Online Native range, life form and climate (WCVP)
  6. GloBI What it eats, what eats it, parasites and pollinators
  7. trophiCH