Die Gewöhnliche Sumpfbinse ist so variabel, dass sie selbst innerhalb ihres Verbreitungsgebiets schwer einzuordnen ist. Auch von nahe verwandten Arten lässt sie sich nicht leicht unterscheiden.
Eleocharis palustris ist eine mehrjährige, blühende Pflanze aus der Familie der Riedgräser (Cyperaceae). Sie bildet dichte Matten und wächst in Feuchtgebieten in Europa, Nordafrika, Nord- und Zentralasien sowie Nordamerika. Der Artname palustris bedeutet lateinisch „zum Sumpf gehörend“ und verweist auf ihren typischen Lebensraum.
Die Art gilt nach der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet.
Identifikation und Erscheinungsbild
Die Gewöhnliche Sumpfbinse ist schwer von anderen eng verwandten Arten der Gattung zu unterscheiden. Sie gehört zu den mattenbildenden Riedgräsern mit mehrjährigem Wuchs.
Die Art zeigt eine große Formenvielfalt. Pflanzen aus Küstenmarschen unterscheiden sich deutlich von Pflanzen im Binnenland.
Verbreitung und Lebensraum
Eleocharis palustris kommt in gemäßigten bis kalten Regionen der nördlichen Halbkugel vor. Ihr Verbreitungsgebiet reicht von Europa über Nordafrika und Nord- und Zentralasien bis nach Nordamerika und in den Himalaya.
Die Pflanze besiedelt feuchte Standorte wie Sümpfe, Süßwasser- und Brackwassermarschen, Flachwasserzonen, Teichränder, Gräben und Feuchtwiesen. Auch Seeufer, Flussränder und zeitweise überflutete Tümpel gehören zu ihrem Lebensraum.
Sie ist auf dauerhaft oder saisonal überflutete Böden angewiesen. Der Wasserspiegel sollte zum Ende der Vegetationsperiode nicht mehr als etwa 30 Zentimeter unter der Bodenoberfläche liegen. Trockenheit verträgt sie schlecht.
Ihre Böden sind meist feine Sande, Schluffe oder Tone mit hohem organischem Anteil. Sie toleriert auch alkalische Böden und einen pH-Bereich von 4,0 bis 8,0.

Wachstum und Wuchsform
Eleocharis palustris ist eine mehrjährige Pflanze, die dichte Matten bildet. Sie wächst aus Ausläufern und Wurzelstöcken und kann so große, geschlossene Bestände aufbauen.
In Nordamerika und in Gebirgslagen findet man sie häufig als dominierende Art in einförmigen Beständen. Die Pflanze überdauert die kalte Jahreszeit und wächst bei genügend Feuchtigkeit jedes Jahr neu aus.
Sie benötigt mindestens 100 frostfreie Tage für ihr Wachstum. Sie übersteht Temperaturen bis etwa minus 42 °C.
Ökologie und Wechselbeziehungen
Mehrere Tiergruppen nutzen die Gewöhnliche Sumpfbinse als Nahrung. Zu den Hauptnutzern zählen Wasservögel wie die Stockente (Anas platyrhynchos) und die Graugans (Anser anser). Auch Singvögel wie die Feldlerche (Alauda arvensis) fressen die Pflanze. Hinzu kommen Heuschrecken wie Aiolopus thalassinus und Epacromius tergestinus.
An ihren Blüten halten sich vor allem Dickkopffalter auf. Diese Insekten besuchen die Blüten, bestäuben die Pflanze aber nicht gezielt.
Die Pflanze wird durch den gebietsfremden Schmalblättrigen Ölweiden (Elaeagnus angustifolia) verdrängt. An Standorten mit diesem Gehölz kommt die Sumpfbinse seltener vor.
Wissenswertes
- Die Gewöhnliche Sumpfbinse ist so formenreich, dass sich ihre Varianten innerhalb des Verbreitungsgebiets stark unterscheiden.
- Ihr Artname palustris stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „zum Sumpf gehörend“.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Lebensraum
Wuchsform
- Grasartige Pflanze
Klassifikation
- Stamm
- Tracheophyta
- Klasse
- Liliopsida
- Ordnung
- Poales
- Familie
- Cyperaceae
- Gattung
- Eleocharis
- Art
- Eleocharis palustris
Quellen
- GBIF Species names and classification
- iNaturalist Photos
- Wikidata Common names and conservation status
- Wikipedia Summary extract
- Encyclopedia of Life Habitat, diet and behavior traits
- Plants of the World Online Native range, life form and climate (WCVP)
- GloBI What it eats, what eats it, parasites and pollinators
- trophiCH



