Der Blondrochen kann etwa alt werden und ein Gewicht von rund erreichen.
Der Blondrochen (Raja brachyura) ist ein Knorpelfisch aus der Familie der Rochen (Rajidae). Er kommt im östlichen Atlantik von Schottland bis Marokko sowie gelegentlich im Mittelmeer vor. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft die Art als potenziell gefährdet ein.
Die Art ist für Leserinnen und Leser interessant, weil sie zeigt, wie stark Rochen auf Fischerei reagieren. Ihre Jungtiere halten sich in flachen Küstengewässern auf, wo sie leichter gefangen werden.
Identifikation und Erscheinungsbild
Das wichtigste Merkmal des Blondrochen ist sein rautenförmiger, flacher Körper mit breiten, flügelartigen Brustflossen und einem kurzen Schwanz. Der Artname brachyura stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „kurzer Schwanz“.
Die Oberseite ist braun und trägt einige cremeweiße Flecken sowie dichte dunkle Punkte. Diese Zeichnung zieht sich bis an die Ränder der Brustflossen und bis auf den Schwanz.
Bei der Geburt misst ein Blondrochen etwa 16 bis 18 cm in der Gesamtlänge. Er wird bei einer Gesamtlänge von 80 bis 90 cm geschlechtsreif. Die größte veröffentlichte Länge liegt bei 120 cm.
Verbreitung und Lebensraum
Der Blondrochen lebt im östlichen Atlantik zwischen Schottland und Marokko. In Tiefen von 10 bis 380 Metern ist er am häufigsten anzutreffen. Vereinzelt wurde er auch in über 900 Metern Tiefe nachgewiesen.
Als Grundbewohner bevorzugt er Bereiche mit sandigem oder schlammigem Boden. Die Art lebt besonders auf sandigen Meeresböden.
Flache Küstengewässer dienen den Jungtieren als Kinderstube. Deshalb sind in Küstennähe überwiegend junge Rochen zu finden.

Ernährung und Nahrung
Die Nahrung des Blondrochen besteht bei Jungtieren wie bei erwachsenen Tieren aus Tintenfischen, kleinen Knochenfischen und Krebstieren. Unter den Krebstieren sind Garnelen wie Crangon crangon besonders wichtig.
Die Tiere suchen ihre Beute am Meeresboden, wo sie sich im sandigen oder schlammigen Grund aufhalten. Tintenfische, Fische und Garnelen bilden zusammen den Großteil ihres Speiseplans.
Kulturelle Bedeutung
Rochen allgemein gelten als anfällig für Überfischung. Sie werden spät geschlechtsreif, wachsen langsam, leben lange und bringen nur wenige Junge hervor. Hinzu kommt ihre oft beträchtliche Größe sowie ihre Neigung, sich zu sammeln. Dadurch sind sie in vielen Fischereien leicht zu fangen.
Auch der Blondrochen ist davon betroffen. Da er häufig in flacheren Gewässern vorkommt, lässt er sich dort leichter fangen. Dabei können Jungtiere gefangen werden, bevor sie sich fortpflanzen können.
Die gesamten Anlandungen von Rochen schwanken zwar, sind in den vergangenen 60 Jahren aber weitgehend stabil geblieben.
Wissenswertes
- Als Knorpelfisch aus der Klasse der Elasmobranchii besitzt der Blondrochen ein Skelett aus Knorpel statt aus Knochen.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Lebensraum
Ernährung
- Fleischfresser
Klassifikation
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Elasmobranchii
- Ordnung
- Rajiformes
- Familie
- Rajidae
- Gattung
- Raja
- Art
- Raja brachyura
Quellen
- GBIF Species names and classification
- iNaturalist Photos
- Wikidata Common names and conservation status
- Wikipedia Summary extract
- AnAge Longevity



