Filinia terminalis ist kein Fisch, kein Insekt und auch kein Wurm, sondern ein mikroskopisch kleines Rädertierchen aus dem Stamm der Rotifera. Die Art wurde 1886 von Plate beschrieben und gehört zur Klasse Eurotatoria, innerhalb der Ordnung Flosculariaceae und der Familie Trochosphaeridae.
Wie andere Vertreter der Rädertierchen lebt Filinia terminalis vermutlich als Teil des Süßwasserplanktons, unsichtbar für das bloße Auge und doch ein fester Bestandteil aquatischer Nahrungsnetze. Zum Schutzstatus der Art liegen keine Angaben vor.
Gerade weil solche Kleinstlebewesen kaum Beachtung finden, lohnt sich ein genauerer Blick: Sie zeigen, wie vielfältig das Leben selbst in den unscheinbarsten Wassertropfen sein kann.
Verbreitung und Lebensraum
Monatliche Beobachtungsdaten deuten auf ein saisonal schwankendes Vorkommen von Filinia terminalis hin, wobei die Nachweise im September mit 42 Meldungen ihren Höhepunkt erreichen. Bereits von April bis Juli bleiben die Zahlen mit Werten zwischen 28 und 35 konstant hoch, was auf eine ausgeprägte Präsenz während der wärmeren Jahreszeit hindeutet.
In den Wintermonaten Dezember, Januar und Februar sinken die Nachweise deutlich auf 8 bis 13 Meldungen ab. Dieses Muster passt zu vielen Rädertierchen, deren Populationen im Süßwasser stark von Wassertemperatur und Nahrungsangebot abhängen.
Es ist wichtig, diese Zahlen richtig einzuordnen: Es handelt sich um reine Anwesenheitsnachweise aus Beobachtungsdatenbanken, nicht um Angaben zur tatsächlichen Häufigkeit, Populationsgröße oder das vollständige Verbreitungsgebiet der Art. Die tatsächliche geografische Verbreitung von Filinia terminalis dürfte über die gemeldeten Fundorte hinausgehen, da viele Gewässer nicht systematisch auf Rädertierchen untersucht werden.

Fotos
QuellenGBIFiNaturalistWikidata
