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Gemeiner Samtfußrübling

Flammulina velutipes

Nicht gefährdet

Während die meisten Speisepilze im Herbst verschwinden, zeigt sich der Gemeine Samtfußrübling (Flammulina velutipes) oft noch mitten im Winter auf totem Holz. Er gehört zu den Lamellenpilzen aus der Familie der Physalacriaceae und kommt sowohl in Europa als auch in Nordamerika vor.

Nach der IUCN gilt die Art als nicht gefährdet. Ihre Fähigkeit, auch bei niedrigen Temperaturen Fruchtkörper zu bilden, macht sie zu einer der auffälligsten Erscheinungen der winterlichen Pilzflora.

Fruchtkörper und Bestimmung

Der samtig dunkle Stiel ist das auffälligste Erkennungsmerkmal des Gemeinen Samtfußrüblings. Er wird nach unten hin zunehmend dunkler, während der Hut eine hell-orange Farbe zeigt, die zur Mitte hin kräftiger wird. Fruchtkörper erreichen eine Höhe und Breite von bis zu 10 Zentimetern.

Das Fleisch im Hut ist gelblich, im Stiel dagegen bräunlich gefärbt. Geruch und Geschmack werden als angenehm beschrieben, das Sporenpulver ist weiß.

Verbreitung und Lebensraum

Der Gemeine Samtfußrübling ist in Europa weit verbreitet, wo er von Oktober bis Februar erscheint, sowie im Osten Nordamerikas, wo seine Fruchtkörper bis in den Mai hinein zu finden sind. Beobachtungsdaten zeigen über das Jahr verteilt deutlich mehr Funde in den Wintermonaten als im Sommer, was zur kühlen Jahreszeit passt, in der die Art bevorzugt fruktifiziert.

Als saprotropher Pilz besiedelt er vor allem totes oder absterbendes Holz von Ulmen, daneben auch von Esche, Buche und Eiche. Er tritt damit typischerweise an abgestorbenen Stämmen und Ästen dieser Laubbäume auf.

Karte der dokumentierten Nachweise von Flammulina velutipes
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
7.536
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Nutzung und Kulturgeschichte

Der Gemeine Samtfußrübling ist seit langem Gegenstand botanischer Beschreibung und wird unter dem Namen wild enoki auch mit kultivierten Formen desselben Pilzes in Verbindung gebracht, die in Ostasien verbreitet Verwendung finden.

Wissenswertes

  1. Die Art wurde ursprünglich 1782 vom englischen Botaniker William Curtis als Agaricus velutipes beschrieben.
  2. Erst 1951 stellte Rolf Singer die Art in die neue Gattung Flammulina.
  3. Im englischen Sprachraum trägt die Art Namen wie velvet foot, velvet stem, velvet shank oder wild enoki.
Nicht gefährdet

Fotos

Fotos von via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., by sylbobaggins via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Gabriele Vaudano via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by William Knee-Walden via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by francis__ via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Александр Тихонов via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0. und by Michael Berardozzi via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Lebensraum

Klassifikation

Stamm
Basidiomycota
Klasse
Agaricomycetes
Ordnung
Agaricales
Familie
Physalacriaceae
Gattung
Flammulina
Art
Flammulina velutipes

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract