Der Rostrücken-Zaunkönig (Campylorhynchus capistratus) bewohnt ein Gebiet von . Er ist ein Singvogel aus der Familie der Zaunkönige (Troglodytidae) und ist ganzjährig ansässig, also ein Standvogel, der vom Südwesten Mexikos bis in den Nordwesten Costa Ricas brütet.
Die Art gilt nach der IUCN als nicht gefährdet. Ihr Bestand wurde seit der Aufteilung in Unterarten nicht quantifiziert, wird aber als stabil vermutet.
Der Rostrücken-Zaunkönig ist aufschlussreich, weil er sich über sechs Unterarten mit eigenen Verbreitungsgebieten gliedert. Er zeigt damit, wie stark eine Vogelart in trockenen Lebensräumen Mittelamerikas regional variieren kann.
Identifikation und Erscheinungsbild
Das wichtigste Merkmal ist die schwarze Kappe, die durch einen weißen Überaugenstreif vom schwarzen Augenstreif getrennt wird. Der Nacken ist rostbraun.
Die Oberseite ist zimtfarben bis kastanienbraun und mit Schwarz und Weißlich gestreift, am deutlichsten auf dem Bürzel. Flügel und Schwanz sind schwarz und grauweiß quer gebändert, die Unterseite ist einfarbig weiß.
Mit etwa 17 cm Körperlänge und 29 bis 42 g Gewicht gehört der Rostrücken-Zaunkönig zu den größeren Zaunkönigen. Die Unterarten unterscheiden sich in der Färbung nur leicht.
Jungvögel sind an der matteren Oberseite und den beigefarbenen Unterseiten zu erkennen.
Verbreitung und Lebensraum
Der Rostrücken-Zaunkönig kommt in sechs Unterarten vor. Die Unterart C. c. nigricaudatus lebt im pazifischen Küstentiefland vom Südwesten Chiapas' in Mexiko bis nach Guatemala, C. c. capistratus vom Westen Guatemalas bis nach El Salvador.
Die Unterart C. c. xerophilus ist auf das Motagua-Tal in Guatemala beschränkt, C. c. castaneus lebt im Inneren Guatemalas bis nach Honduras und Nicaragua. C. c. nicaraguae kommt im Inneren des westlichen Nicaragua vor, C. c. nicoyae auf der Halbinsel Nicoya im Nordwesten Costa Ricas.
Die Art lebt in Tiefländern und Vorgebirgen, in Costa Rica vom Meeresspiegel bis etwa 800 m Höhe und in El Salvador bis etwa 1.400 m. Sie besiedelt Trockenwald oder offenes Waldland, Buschland, Sekundärwald und Savannen, vor allem auf der pazifischen Seite der zentralen Gebirgszüge.

Kommunikation
Der Gesang besteht aus melodischen Phrasen mit reinen Tönen, deren Silben mehrere Frequenzwechsel aufweisen. Dieser Grundaufbau ist über alle Unterarten hinweg ähnlich.
Innerhalb einer Unterart variiert der Ruf aber deutlich zwischen einzelnen Vögeln. Die Gesänge aus Costa Rica und Mexiko unterscheiden sich in Einzelheiten voneinander.
Ernährung und Nahrung
Der Rostrücken-Zaunkönig sucht seine Nahrung aktiv im niedrigen Bewuchs. Er ernährt sich überwiegend von Insekten und anderen wirbellosen Tieren.
Die Vögel jagen paarweise oder in Familiengruppen. Beim Verzehr schlagen sie die Beute mit dem Schnabel hin und her, bevor sie sie schlucken.
Die Art hat sich gut an die Nähe des Menschen angepasst und nimmt gelegentlich Speisereste auf.
Nestbau und Brut
Der Rostrücken-Zaunkönig baut ein kugelförmiges Nest mit seitlichem Eingang, das mit Samenflaum ausgepolstert ist. Die Nester stehen 1,5 bis 8 m über dem Boden in dornigen Bäumen oder Sträuchern, besonders gern in Stierhornakazien.
Gelegentlich brütet die Art in der Nähe aktiver Wespennester. Dieser Nachbarschaft wird ein deutlicher Schutz vor Fressfeinden zugeschrieben.
Das Gelege umfasst drei bis fünf weiße oder grünlich getönte Eier mit braunen oder schwarzen Flecken. Allein das Weibchen bebrütet die Eier etwa zwei Wochen lang, bis die Jungen schlüpfen.
Schutz und Bedrohungen
Die IUCN stuft den Rostrücken-Zaunkönig als nicht gefährdet ein. Der Bestand wurde seit der Aufteilung der Art nicht genau erfasst, wird aber als stabil angenommen.
Es gibt keine Hinweise auf einen Rückgang oder auf bedeutende Gefährdungen. Die Art gilt daher als unproblematisch, auch wenn ihr Bestand nie vollständig bezifferbar war.
Der Schutz der trockenen Wälder und Buschländer an der pazifischen Küste Mittelamerikas kommt der Art zugute.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Klassifikation
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Aves
- Ordnung
- Passeriformes
- Familie
- Troglodytidae
- Gattung
- Campylorhynchus
- Art
- Campylorhynchus capistratus
Quellen
- GBIF Species names and classification
- iNaturalist Photos
- Wikidata Common names and conservation status
- Wikipedia Summary extract
- AVONET Bird mass, habitat, migration, diet and range size



