Mit nur etwa Gewicht gehört der Dicrurus aeneus zu den kleinsten Vertretern der Drongos, besitzt aber ein auffällig glänzendes, metallisch schimmerndes Gefieder, das ihm seinen Namen gibt.
Der Vogel gehört zur Ordnung der Sperlingsvögel und zur Familie der Drongos (Dicruridae). Er ist ein ortsansässiger Brutvogel in den Wäldern des indischen Subkontinents und Südostasiens und gilt laut IUCN als nicht gefährdet.
Sein geschicktes Jagdverhalten im Schatten des Kronendachs und seine Fähigkeit, die Rufe anderer Vogelarten nachzuahmen, machen ihn zu einem faszinierenden Bewohner tropischer und subtropischer Wälder.
Identifikation und Erscheinungsbild
Das auffälligste Merkmal des Dicrurus aeneus ist sein stark metallischer, geradezu gesprenkelter Glanz auf Kopf, Hals und Brust, der ihn von anderen Drongos unterscheidet.
Mit einem Gewicht von nur ist er deutlich kleiner als der Schwarzdrongo und wirkt insgesamt kompakter. Der Schwanz ist schlank und tief gegabelt, wobei die äußeren Schwanzfedern leicht nach außen ausschlagen. Die Lores sind samtig schwarz, die Ohrdecken etwas matter als das übrige Gefieder.
Junge Vögel unterscheiden sich deutlich von den Altvögeln: Sie sind matter und bräunlicher gefärbt, mit weniger Glanz, und zeigen an den Achselfedern weiße Spitzen.
Innerhalb der Art gibt es geografische Unterschiede. Die Nominatform kommt in Indien bis in den Norden der Malaiischen Halbinsel vor, während die Unterart malayensis weiter südlich bis Sumatra und Borneo verbreitet ist. Auf Taiwan lebt die Unterart braunianus in den Bergwäldern des Inneren. Die Größenunterschiede zwischen den Populationen scheinen sich graduell über die Verbreitung zu verändern.
Verbreitung und Lebensraum
Der Dicrurus aeneus bewohnt ein ausgedehntes Verbreitungsgebiet von etwa , das sich von den Western und Eastern Ghats Indiens über den unteren Himalaya im westlichen Uttaranchal bis nach Indochina, Hainan, die Malaiische Halbinsel, Sumatra und den Norden Borneos erstreckt.
Die Art bevorzugt feuchten Laubwald und ist ausschließlich in bewaldeten Gebieten mit dichtem Bestand anzutreffen. Sie meidet offene oder stark gestörte Landschaften.
Als Standvogel unternimmt der Glanzdrongo keine Wanderungen und bleibt das ganze Jahr über in seinem Lebensraum. Beobachtungsdaten zeigen zwar jahreszeitliche Schwankungen in der Häufigkeit von Sichtungen mit einem Rückgang in den Sommermonaten, doch solche Zahlen spiegeln lediglich die Beobachtungsaktivität wider, nicht die tatsächliche Bestandsgröße oder das vollständige Verbreitungsgebiet.

Verhalten und Lebensweise
Der Glanzdrongo lebt meist einzeln oder in kleinen Gruppen von zwei bis drei Individuen und jagt aktiv Insekten unter dem Kronendach des Waldes, indem er von bevorzugten Sitzwarten aus kurze Flugangriffe startet und danach oft zum selben Ast zurückkehrt.
Gelegentlich schließt er sich gemischten Vogelschwärmen an, die gemeinsam auf Nahrungssuche gehen. Bemerkenswert ist seine Fähigkeit, die Rufe zahlreicher anderer Vogelarten täuschend echt nachzuahmen – eine Eigenschaft, die er mit vielen anderen Drongo-Arten teilt.
Die Brutzeit erstreckt sich von Februar bis Juli. In dieser Zeit baut der Vogel ein napfförmiges Nest, das mit Spinnweben überzogen ist und dadurch oft weißlich erscheint.
Aufnahmen
alarm call, call · Taiwan · Scott Lin · CC BY-SA
call · India · Jalmesh Karapurkar · CC BY
Wissenswertes
- Die Art ist über ein riesiges Gebiet verbreitet, das sich vom Himalaya im nordwestlichen Indien über Südchina, Hainan und Taiwan bis zur Malaiischen Halbinsel, Sumatra und Borneo erstreckt.
- Mit nur rund 26 Gramm Körpergewicht zählt der Glanzdrongo zu den leichtgewichtigsten Mitgliedern seiner Familie.
- Die Eier des Glanzdrongos sind rosa- bis bräunlich gefärbt und tragen am breiten Ende dunklere, oft wolkige Flecken.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Klassifikation
- Stamm
- Chordata
- Klasse
- Aves
- Ordnung
- Passeriformes
- Familie
- Dicruridae
- Gattung
- Dicrurus
- Art
- Dicrurus aeneus
Quellen
- GBIF Species names and classification
- iNaturalist Photos
- Wikidata Common names and conservation status
- Wikipedia Summary extract
- Xeno-canto Audio recordings
- AVONET Bird mass, habitat, migration, diet and range size



