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Pica serica

Kein belegter Trivialname

Die Orientalische Elster gehört zu den Rabenvögeln und ist in einem weiten Gebiet heimisch, das von Südostrussland über China und Korea bis nach Taiwan, Nordindochina und Myanmar reicht. In Japan hat sie sich außerdem angesiedelt. Im Deutschen findet man auch die Bezeichnungen Koreaelster und Chinaelster, und die wissenschaftliche Gattung Pica verweist auf ihre enge Verwandtschaft mit den übrigen Elstern.

Der Artname serica kann „seidig“ oder „chinesisch“ bedeuten. Die ursprüngliche Schreibweise ist serica, obwohl sie gelegentlich irrtümlich in sericea geändert wurde.

Identifikation und Erscheinungsbild

Das auffälligste Merkmal ist das überwiegend schwarze Bürzelgefieder, das von einem schmalen, oft gräulich weißen Band durchzogen ist. Dieses Band verbindet die weißen Schulterflecken, wie es auch bei den nahen Verwandten der Fall ist.

Mit etwa 45 cm Körperlänge ist die Orientalische Elster etwas kleiner als die Elster Eurasiens. Im Vergleich wirkt sie dunkler und zeigt weniger Weiß im Gefieder. Der Schwanz ist im Verhältnis kürzer, Schnabel und Läufe sind dagegen länger.

Die Schillerfarben von Rücken, Schwanz und vor allem den Handschwingen werden unterschiedlich beschrieben. Manche Beobachtungen nennen einen eher blauen Glanz mit wenig Grün, andere einen stärker grünen Schimmer.

Der Ruf gleicht dem der Elster Eurasiens, klingt jedoch etwas weicher.

Verbreitung und Lebensraum

Die Orientalische Elster kommt von Südostrussland über China und Korea bis nach Taiwan, Nordindochina und Myanmar vor. In Japan ist sie eingebürgert.

Beobachtungsmeldungen zeigen einen deutlichen Schwerpunkt in den Wintermonaten, besonders im Dezember und Januar. Im Hochsommer, vor allem von Juni bis August, werden deutlich weniger Beobachtungen gemeldet. Diese Meldungen spiegeln allerdings nur Nachweise wider, nicht die tatsächliche Häufigkeit der Vögel oder ihr vollständiges Verbreitungsgebiet.

Karte der dokumentierten Nachweise von Pica serica
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
36.380
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Kulturelle Bedeutung

In Korea gilt die Orientalische Elster, koreanisch Kkachi genannt, als Glücksbote. Sie wird vielerorts als Vogel angesehen, der freudige Nachrichten oder günstige Ereignisse ankündigt. In der koreanischen Volkskunde und im Brauchtum ist sie daher fest verankert.

Die Elster gilt außerdem als wichtiges Symbol der koreanischen Identität. Man verbindet sie mit Glück und Wohlstand, und sie wird in Korea häufig als Sinnbild des Landes wahrgenommen.

Im koreanischen Animationsfilm KPop Demon Hunters tritt eine Elster mit sechs Augen auf. Sie ist eine Orientalische Elster, hat in der Wirklichkeit aber zwei Augen wie andere Vögel.

Wissenswertes

  1. Die Orientalische Elster gilt in vielen Kulturen als Symbol für Klugheit und Anpassungsfähigkeit.
  2. Sie zeigt ein verspieltes Verhalten mit Flugakrobatik in der Luft und sozialen Spielen mit anderen Elstern.
  3. Im Film KPop Demon Hunters hat die Elster sechs Augen, obwohl sie in der Natur nur zwei besitzt.

Fotos

Fotos von via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., by Wang (Tom) ZiYi via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Yi CHEN via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Neil Birrell via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by 祐 via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by 胡正恆(Jackson Hu) via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by 雲一百香果 via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Gabriel via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by 振远 王 via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0. und by Martin Kalfatovic via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Klassifikation

Stamm
Chordata
Klasse
Aves
Ordnung
Passeriformes
Familie
Corvidae
Gattung
Pica
Art
Pica serica

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract