Der Rotgebänderte Blütenspanner (Gymnoscelis rufifasciata) gehört zur Familie der Spanner (Geometridae) und zählt zu den am weitesten verbreiteten und häufigsten Nachtfaltern der Paläarktis, wo er von Nordafrika über den Nahen Osten bis weit nach Europa und Asien vorkommt.
Als Vertreter der Schmetterlinge (Lepidoptera) innerhalb der Klasse der Insekten ist die Art ein typischer Bewohner gemäßigter und mediterraner Lebensräume.
Ihre weite Verbreitung und Häufigkeit machen sie zu einem guten Beispiel dafür, wie unauffällige, kleine Nachtfalterarten ganze Kontinente besiedeln können, ohne besonders auffällig zu wirken.
Identifikation und Erscheinungsbild
Der Rotgebänderte Blütenspanner ist ein kleiner, unauffällig gefärbter Nachtfalter aus der Familie der Spanner. Sein Erscheinungsbild ist typisch für viele Vertreter dieser Familie: schmale, oft grau- bis braunfarbene Flügel mit feinen, teils gewellten Zeichnungsmustern, die der Art ihre Tarnung in der Vegetation verleihen.
Wie bei vielen kleinen Geometridae-Arten liegt der Erkennungswert vor allem im Gesamteindruck aus geringer Größe, der charakteristischen Flügelform und dem feinen Musterwerk, das sich am besten im Vergleich mit nah verwandten Arten derselben Gattung unterscheiden lässt.
Verbreitung und Lebensraum
Der Rotgebänderte Blütenspanner ist über die gesamte Paläarktis verbreitet, von Nordafrika über den Nahen Osten bis in weite Teile Europas und Asiens. Diese breite Verbreitung macht ihn zu einer der häufigsten Spannerarten seines Verbreitungsgebiets.
Die monatlichen Beobachtungszahlen zeigen ein deutliches saisonales Muster: Die Werte steigen von wenigen Hundert im Winter auf einen klaren Höhepunkt in den Sommermonaten Juni und Juli, bevor sie zum Herbst hin wieder stark abfallen. Dies deutet auf eine erhöhte Flugaktivität in den warmen Sommermonaten hin, wobei diese Beobachtungsdaten lediglich das Vorkommen und nicht die tatsächliche Bestandsgröße oder das vollständige Verbreitungsgebiet widerspiegeln.
Die Art dürfte, wie viele weit verbreitete Geometridae, eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensräume innerhalb ihres riesigen Verbreitungsgebiets nutzen können.

Ernährung und Nahrung
Die Raupen des Rotgebänderten Blütenspanners ernähren sich von einer recht vielfältigen Palette krautiger Pflanzen und Gehölze. Zu den am häufigsten genannten Nahrungspflanzen zählen die Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba), der Wasserdost (Eupatorium cannabinum) und der Dost (Origanum vulgare).
Daneben werden auch Gewöhnlicher Beifuß (Artemisia vulgaris), Besenheide (Calluna vulgaris), Roter Fingerhut (Digitalis purpurea) und Schwarzer Holunder (Sambucus nigra) genutzt. Auch Besenginster (Cytisus scoparius), Augentrost (Euphrasia picta) und Eberesche (Sorbus aucuparia) gehören zum Nahrungsspektrum.
Diese Bandbreite an genutzten Pflanzen aus unterschiedlichen Familien spricht für eine insgesamt wenig wählerische Ernährungsweise der Raupen, die von Waldrändern über Heideflächen bis zu Gärten viele verschiedene Pflanzenarten als Futterquelle nutzen können.
Wissenswertes
- Die Art wurde ursprünglich 1809 von Haworth als Phalaena rufifasciata beschrieben; ein späteres Synonym ist Eupithecia bucovinata.
- In nördlicheren Regionen überwintert der Rotgebänderte Blütenspanner als Puppe, während die Art im Jahresverlauf ansonsten mehrere Generationen hervorbringt.
- Von einem Fundort namens Taddart sind allein 27 gesammelte Exemplare dieser Art bekannt.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Ernährung
- Pflanzenfresser
Klassifikation
- Stamm
- Arthropoda
- Klasse
- Insecta
- Ordnung
- Lepidoptera
- Familie
- Geometridae
- Gattung
- Gymnoscelis
- Art
- Gymnoscelis rufifasciata



