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Trauerpirol

Oriolus larvatus

Nicht gefährdet

Mit seinem leuchtend gelben Körper, dem kontrastierenden schwarzen Kopf und dem fleischfarbenen Schnabel gehört Oriolus larvatus zu den auffälligsten Vögeln des subsaharischen Afrikas.

Die Art gehört zur Familie der Pirole (Oriolidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel und gilt nach der Einstufung der IUCN als nicht gefährdet. Mit einem Verbreitungsgebiet von rund ist sie über weite Teile Afrikas verbreitet. Ihr auffälliges Federkleid und ihr melodischer Gesang machen sie zu einem bemerkenswerten Bewohner der afrikanischen Trockenwälder.

Identifikation und Erscheinungsbild

Das wichtigste Erkennungsmerkmal ist die scharfe Farbkontrastierung: ein leuchtend gelber Körper trifft auf einen vollständig schwarzen Kopf. Ergänzt wird dieses Bild durch einen auffälligen, fleischfarbenen Schnabel, der sich deutlich vom dunklen Gefieder des Kopfes abhebt.

Mit einem Gewicht von etwa zählt der Vogel zu den eher kleinen bis mittelgroßen Singvögeln. Seine Stimme ist ebenso charakteristisch wie sein Äußeres: ein fließendes, flötenähnliches Warbeln, das oft mit Imitationen anderer Vogelstimmen und Pfiffen durchsetzt ist.

Verbreitung und Lebensraum

Oriolus larvatus brütet in weiten Teilen des subsaharischen Afrikas, von Südsudan und Äthiopien im Norden bis nach Südafrika im Süden. Das gesamte Verbreitungsgebiet umfasst etwa .

Bevorzugte Lebensräume sind trockene tropische Wälder, insbesondere Akazien- und Laubwälder, sowie dichtes Buschland. In diesen halboffenen Landschaften hält sich der Vogel bevorzugt im Blätterdach auf, wo er trotz seines leuchtenden Gefieders oft nur anhand seines Gesangs wahrgenommen wird.

Beobachtungsdaten zeigen über das Jahr hinweg eine recht gleichmäßige Präsenz mit einem leichten Anstieg in den Monaten August bis November, was auf eine gewisse saisonale Aktivitätsveränderung hindeuten könnte. Da es sich dabei jedoch lediglich um Anwesenheitsbeobachtungen handelt, lassen sich daraus keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Bestandsgröße ziehen.

Karte der dokumentierten Nachweise von Oriolus larvatus
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
22.647
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Verhalten und Lebensweise

Als sogenannter Insessorial-Vogel verbringt Oriolus larvatus den Großteil seiner Zeit sitzend und kletternd im Geäst des Kronendachs, wo er auch seine Nahrung sucht. Die Art ist standorttreu und unternimmt keine Wanderungen.

Bei der Nahrungssuche im Blätterdach frisst der Vogel sowohl kleine Früchte als auch große Insekten. Besonders die Jungvögel werden überwiegend mit Raupen gefüttert, was auf einen hohen Proteinbedarf während der Aufzuchtphase hindeutet.

Wissenswertes

  1. Manche Autoren betrachten diese Art als Unterart eines weiter gefassten Taxons, das auch Oriolus percevali einschließt, was zeigt, dass die taxonomische Abgrenzung innerhalb der Pirol-Gruppe nicht in jeder Hinsicht einheitlich gehandhabt wird.
  2. Mit einem Gewicht von nur rund ist der Vogel trotz seines auffälligen Aussehens ein eher leichtgewichtiger Bewohner der afrikanischen Wälder.
Nicht gefährdet

Fotos

Fotos von via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., by Henry de Lange via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Lukas Zangl via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Eryss via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., by Christiaan Viljoen via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0. und by Shaun Swanepoel via iNaturalist, licensed under CC BY 4.0., mit Namensnennung bei jedem Bild.

Ökologie und Klassifikation

Verhalten

  • Einzelgänger
  • Baumbewohnend

Ernährung

  • Allesfresser

Klassifikation

Stamm
Chordata
Klasse
Aves
Ordnung
Passeriformes
Familie
Oriolidae
Gattung
Oriolus
Art
Oriolus larvatus

Quellen

  1. GBIF Species names and classification
  2. iNaturalist Photos
  3. Wikidata Common names and conservation status
  4. Wikipedia Summary extract
  5. AVONET Bird mass, habitat, migration, diet and range size