Die Alpen-Gänsekresse (Arabis alpina) ist eine blühende Pflanze aus der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Sie wächst in den Gebirgen Europas, Nord- und Ostafrikas, Zentral- und Ostasiens sowie in Teilen Nordamerikas.
Auf den Britischen Inseln kommt sie nur an wenigen Stellen des Cuillin Ridge auf der Isle of Skye vor. Sie besiedelt feuchte Kiese und Geröllhalden, häufig auf Kalkgestein.
Identifikation und Erscheinungsbild
Das auffälligste Merkmal sind die Grundblätter der Rosette. Sie sind lang, stark gezähnt und deutlich gestielt.
Die Stängel erreichen bis zu 40 cm Höhe und tragen lockere Blütenstände aus weißen, vierzähligen Blüten. Die Blüten öffnen sich im Frühling.
Die Stängelblätter sitzen ohne Stiel am Stängel und umfassen ihn.
Verbreitung und Lebensraum
Die Alpen-Gänsekresse ist in den Gebirgen Mittel- und Nordeuropas, in Teilen Nord- und Ostafrikas, in Zentral- und Ostasien sowie in Teilen Nordamerikas verbreitet. In Europa reicht ihr Vorkommen von Skandinavien und Island bis nach Italien und Griechenland.
In den Britischen Inseln wächst sie nur an wenigen Stellen des Cuillin Ridge auf der Isle of Skye.
Sie besiedelt feuchte Kiese und Geröllhalden, häufig über Kalkgestein. Der Lebensraum wird auch als Ödland oder Brachland eingestuft.
Außerhalb ihres Ursprungsgebiets kommt sie unter anderem in Argentinien, im Baltikum, in New York, Vermont, Virginia, Washington und im Westhimalaya vor. Die meisten Beobachtungen fallen in den Juli.

Wachstum und Wuchsform
Die Alpen-Gänsekresse ist eine mehrjährige Pflanze mit der Wuchsform eines Halbstrauchs. Ihre Stängel werden bis zu 40 cm hoch.
Aus der Blattrosette wachsen im Frühling die blühenden Stängel. Die Pflanze überdauert so mehrere Jahre am selben Standort.
Ökologie und Wechselbeziehungen
Zu den Fressfeinden der Pflanze zählen vor allem Vögel. Dazu gehören Finkenvögel, Lerchen, Hühnervögel, Enten, Gänse und Tauben. Unter ihnen stehen die Feldlerche (Alauda arvensis) und die Stockente (Anas platyrhynchos) besonders häufig auf der Liste.
Die Blüten besuchen vor allem Sandbienen der Gattung Andrena. Auch Furchenbienen der Gattung Halictus fliegen die Blüten an.
Die Pflanze wächst auf feuchten, kiesigen Böden in offenen Gebirgslagen, wo Konkurrenz durch dichte Vegetation gering ist.
Nutzung und Bedeutung für den Menschen
Die Alpen-Gänsekresse spielt für den Menschen im vorliegenden Kontext nur eine geringe Rolle. Ihre Bedeutung liegt vor allem in der Natur, wo sie als Pflanze der Gebirgsregionen vorkommt.
Als Zierpflanze für Steingärten und Mauerbepflanzungen wird Arabis alpina ebenfalls genutzt, wenn Standorte mit Sonne und gut durchlässigem Boden zur Verfügung stehen.
Wissenswertes
- Die Pflanze lockt Schmetterlinge an, die ihre Blüten besuchen.
- Ihre Stängel tragen weiße Blütenstände, die sich deutlich von den Blättern abheben.
Fotos
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Ökologie und Klassifikation
Lebensraum
Wuchsform
- Halbstrauch
Klassifikation
- Stamm
- Tracheophyta
- Klasse
- Magnoliopsida
- Ordnung
- Brassicales
- Familie
- Brassicaceae
- Gattung
- Arabis
- Art
- Arabis alpina
Quellen
- GBIF Species names and classification
- iNaturalist Photos
- Wikidata Common names and conservation status
- Wikipedia Summary extract
- Encyclopedia of Life Habitat, diet and behavior traits
- Plants of the World Online Native range, life form and climate (WCVP)
- GloBI What it eats, what eats it, parasites and pollinators
- trophiCH



