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Cycas revoluta

Cycas revoluta

Kein belegter Trivialname

LCNicht gefährdet
Eine ausgewachsene Cycas revoluta mit dickem, fasrig-schuppigem Stamm und einer symmetrischen Krone aus glänzend dunkelgrünen, gefiederten Blättern mit stark nach unten gebogenen Fiederblättchen.Foto: via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., CC0

Auf einen Blick

Bekannt für
WaldBuschlandGebirgeBaum
Klassifikation
Stamm
Tracheophyta
Klasse
Cycadopsida
Ordnung
Cycadales
Familie
Cycadaceae
Gattung
Cycas
Art
Cycas revoluta

Obwohl Cycas revoluta auf den ersten Blick wie eine Palme aussieht, gehört sie zu einer völlig anderen und viel älteren Pflanzenlinie: den Palmfarnen, einer Gruppe von Nacktsamern. Die einzige echte Gemeinsamkeit mit Palmen ist die äußere Form und die Tatsache, dass beide Samen bilden.

Die Art stammt ursprünglich aus dem südlichen Japan, einschließlich der Ryukyu-Inseln, und gilt nach der Roten Liste der IUCN als nicht gefährdet ("Least Concern"). Bemerkenswert ist die Kombination aus extremer Langlebigkeit, einem dichten Fasermantel am Stamm und einer erheblichen Giftigkeit, die sie zu einer ebenso beliebten wie unterschätzten Zier- und Nutzpflanze macht.

Identifikation und Erscheinungsbild

Das auffälligste Erkennungsmerkmal von Cycas revoluta ist der dicke, mit einem schuppig-fasrigen Mantel überzogene Stamm, der sie von echten Palmen mit glattem oder geringeltem Stamm unterscheidet. Junge Pflanzen bilden diesen Stamm zunächst unterirdisch oder sehr niedrig aus; erst mit den Jahrzehnten wächst er sichtbar in die Höhe.

Ausgewachsene Exemplare erreichen einen Stammdurchmesser von etwa 20 Zentimetern, mitunter deutlich mehr, und können Stammlängen von 6 bis 7 Metern erreichen – allerdings benötigt die sehr langsam wachsende Pflanze dafür 50 bis 100 Jahre. Der Stamm kann sich mehrfach verzweigen und dadurch mehrere Blattkronen ausbilden. Das größte bekannte Kulturexemplar steht am Ryugeji-Tempel in Shimizu, Japan, und misst 8 Meter in der Höhe bei 1,6 Metern Stammdurchmesser.

Die Blätter sind tief glänzend dunkelgrün, 50 bis 150 Zentimeter lang und bilden bei reproduktionsfähigen Pflanzen eine federartige Rosette mit bis zu einem Meter Durchmesser. Die dicht stehenden, steifen und schmalen Fiederblättchen werden 8 bis 18 Zentimeter lang und haben stark nach unten gerollte (revolute) Rändern; die untersten Fiederblättchen verwandeln sich in dornenähnliche Spitzen. Die 6 bis 10 Zentimeter langen Blattstiele tragen kleine, schützende Widerhaken.

Cycas revoluta ist zweihäusig: Männliche Pflanzen bilden aufrechte Pollenzapfen (Strobili), während weibliche Pflanzen Gruppen von Megasporophyllen tragen. Die Wurzeln bilden auffällige, korallenartige Verzweigungen, in denen das Cyanobakterium Anabaena in Symbiose lebt und Stickstoff bindet.

Verbreitung und Lebensraum

Cycas revoluta ist in Süd-Japan heimisch, einschließlich der Ryukyu-Inseln. In ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst sie in Gebüschdickichten an Hanglagen der Inseln sowie in lichten Wäldern des japanischen Festlands, meist in Höhenlagen zwischen 100 und 500 Metern.

Weltweit wird die Art heute in warmtemperierten und subtropischen Regionen im Freiland kultiviert, in kälteren Klimazonen dagegen unter Glas oder im Gewächshaus. Sie gilt als besonders widerstandsfähig gegenüber leicht kühlen Temperaturen, solange der Boden trocken bleibt; Frostschäden treten typischerweise erst unter −10 °C auf.

Monatliche Beobachtungsdaten zeigen eine deutliche Häufung im Januar, während die übrigen Monate ein vergleichsweise gleichmäßiges, niedrigeres Niveau aufweisen. Solche Beobachtungszahlen spiegeln jedoch lediglich die Häufigkeit gemeldeter Funde wider, nicht die tatsächliche Bestandsgröße oder das vollständige Verbreitungsgebiet der Art.

Karte der dokumentierten Nachweise von Cycas revoluta
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
663
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Nutzung und Bedeutung für den Menschen

Cycas revoluta zählt zu den weltweit am häufigsten kultivierten Palmfarnen und ist in botanischen Gärten sowohl gemäßigter als auch tropischer Regionen verbreitet. Sie wird intensiv als Landschafts- und Zierpflanze vermarktet, ist aber auch als Bonsai-Pflanze beliebt; 2017 wurde ihr von der Royal Horticultural Society der Award of Garden Merit verliehen. Die Vermehrung erfolgt über Samen oder durch Abtrennen basaler Ableger, wobei die Pflanze sandigen, gut durchlässigen Boden mit etwas organischem Material bevorzugt und volle Sonne ebenso vertragen kann wie Halbschatten im Freien.

Wirtschaftlich bedeutsam ist die Nutzung des stärkehaltigen Marks im Stamm zur Herstellung von Sago. Dafür wird das Mark aus Stamm, Wurzel und Samen herausgeschnitten, zu grobem Mehl vermahlen und anschließend wiederholt und sorgfältig gewaschen, um die enthaltenen natürlichen Gifte auszulaugen. Das getrocknete und gekochte Ergebnis ähnelt dem Sago aus echten Palmen und wird für vergleichbare Zwecke verwendet.

Wissenswertes

  1. In China gilt Cycas revoluta als "Eisenbaum" und symbolisiert kulturell Beharrlichkeit, Ausdauer und Geduld – Eigenschaften, die man mit ihrem extrem langsamen Wachstum verbindet.
  2. Im Feng Shui gilt die Pflanze als glücksbringend: Sie soll durch ihre Verbindung zum Holz-Element und zur Himmelsrichtung Osten familiäre Harmonie und Wohlstand fördern.
  3. Die Wurzeln bilden korallenartige Strukturen, in denen das Cyanobakterium Anabaena lebt und Luftstickstoff bindet – eine Symbiose, die der Pflanze in nährstoffarmen Böden hilft.
  4. Die Schildlausart Aulacaspis yasumatsui befällt gezielt Cycas revoluta und kann eine ungeschützte Pflanze vollständig zerstören.

Schutzstatus

  1. LC
  2. NT
  3. VU
  4. EN
  5. CR

Nicht gefährdet

Ökologie

Lebensraum

  • Wald
  • Buschland
  • Gebirge

Wuchsform

  • Baum

Fotos

20 Fotos
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Eine ausgewachsene Cycas revoluta mit dickem, fasrig-schuppigem Stamm und einer symmetrischen Krone aus glänzend dunkelgrünen, gefiederten Blättern mit stark nach unten gebogenen Fiederblättchen.Foto: via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., CC0

QuellenGBIFiNaturalistWikidataWikipediaEncyclopedia of Life