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Encephalartos altensteinii

Encephalartos altensteinii

Kein belegter Trivialname

VUGefährdet
Eine hohe, palmenähnliche Cycadee mit dickem Stamm und einer Krone aus langen, starren, gefiederten Blättern, zwischen denen dicke, gelbgrüne Zapfen mit scharlachroten Samen sichtbar sind.Foto: via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., CC0

Auf einen Blick

Bekannt für
KüstenbewohnerWaldBuschlandGebirgeBaum
Klassifikation
Stamm
Tracheophyta
Klasse
Cycadopsida
Ordnung
Cycadales
Familie
Zamiaceae
Gattung
Encephalartos
Art
Encephalartos altensteinii

Encephalartos altensteinii gilt als gefährdet (Vulnerable) – nicht nur wegen des Verlusts ihres Lebensraums und der Nutzung in der traditionellen Medizin, sondern auch weil Sammler wildwachsende Exemplare gezielt aus der Natur entnehmen.

Es handelt sich um eine palmenähnliche Cycadee aus der Familie der Zamiaceae, die ausschließlich in Südafrika vorkommt. Im Englischen ist sie unter Namen wie breadtree, broodboom, Eastern Cape giant cycad oder – auf Zulu – uJobane bekannt.

Besonders bemerkenswert ist die Herkunft ihres wissenschaftlichen Namens: altensteinii ehrt einen deutschen Staatskanzler des 19. Jahrhunderts, der als Förderer der Wissenschaften bekannt war – eine ungewöhnliche Verbindung zwischen europäischer Botanikgeschichte und einer südafrikanischen Pflanzenart.

Identifikation und Erscheinungsbild

Das zuverlässigste Erkennungsmerkmal ist das Fehlen von Stacheln an der Blattbasis – dadurch lässt sich Encephalartos altensteinii von der ähnlichen Art Encephalartos natalensis unterscheiden.

Die Pflanze wird bis zu sieben Meter hoch und kann verzweigt oder unverzweigt wachsen. Ihre Blätter sind gerade oder nach hinten gebogen und erreichen eine Länge von bis zu drei Metern. Die einzelnen Blättchen sind starr und relativ breit, wobei ein oder beide Ränder gezähnt sind.

An ausgewachsenen Pflanzen bilden sich meist zwei bis fünf grünlich-gelbe Zapfen von bis zu 50 Zentimetern Länge, deren weibliche Schuppen mit auffälligen Höckern besetzt sind. Diese Zapfen sind für Menschen giftig. Die Samen selbst sind scharlachrot gefärbt und werden bis zu vier Zentimeter groß.

Verbreitung und Lebensraum

Encephalartos altensteinii ist endemisch in Südafrika und kommt vor allem in der Provinz Eastern Cape sowie im südwestlichen KwaZulu-Natal vor. Vereinzelt wächst die Art auch weiter im Landesinneren in höheren Lagen der Amatola Mountains.

Die Art besiedelt ein breites Spektrum an Standorten in Küstennähe: von offenem Buschland auf steilen, felsigen Hängen bis zu geschlossenem, immergrünem Wald in Talsenken und entlang von Flussufern.

Monatliche Beobachtungsdaten (reine Nachweise, keine Bestandszahlen) zeigen über das Jahr verteilt relativ gleichmäßige Werte mit einem auffälligen Einbruch im September und einem Höchstwert im November – ein Muster, das eher unterschiedliche Beobachtungsaktivität als tatsächliche saisonale Schwankungen der Pflanze selbst widerspiegeln dürfte.

Einzelne Exemplare der Art haben ein beachtliches Alter erreicht: Die Pflanze im Palmenhaus der Royal Botanic Gardens Kew in Großbritannien gilt seit ihrer Ankunft im Jahr 1775 als die älteste Topfpflanze der Welt. Ein weiteres Exemplar im Gewächshaus von Lednice in Tschechien wird auf 300 bis 600 Jahre geschätzt.

Karte der dokumentierten Nachweise von Encephalartos altensteinii
Wo die Art nachgewiesen wurde · GBIF
36
JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Monatliche Vorkommenszahlen · GBIF

Nutzung und Bedeutung für den Menschen

Die Art wird traditionell in der lokalen Medizin verwendet, was zusammen mit dem Verlust ihres natürlichen Lebensraums zu ihrer Einstufung als gefährdet beigetragen hat.

Gleichzeitig ist Encephalartos altensteinii bei Sammlern begehrt, die wildwachsende Pflanzen gezielt aus der Natur entnehmen – ein Umstand, der neben der medizinischen Nutzung erheblichen Druck auf die verbleibenden Wildpopulationen ausübt.

Wissenswertes

  1. Der Artname altensteinii ehrt einen deutschen Staatskanzler des 19. Jahrhunderts, der als Förderer der Wissenschaften galt.
  2. Im englischen Sprachraum trägt die Pflanze mehrere Namen, darunter breadtree, broodboom und Eastern Cape giant cycad.
  3. Auf Zulu wird die Art als uJobane bezeichnet.

Schutzstatus

  1. LC
  2. NT
  3. VU
  4. EN
  5. CR

Gefährdet

Ökologie

Lebensraum

  • Küstenbewohner
  • Wald
  • Buschland
  • Gebirge

Wuchsform

  • Baum

Fotos

20 Fotos
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Eine hohe, palmenähnliche Cycadee mit dickem Stamm und einer Krone aus langen, starren, gefiederten Blättern, zwischen denen dicke, gelbgrüne Zapfen mit scharlachroten Samen sichtbar sind.Foto: via iNaturalist, licensed under CC0 1.0., CC0

QuellenGBIFiNaturalistWikidataWikipediaEncyclopedia of Life